BÜROGEMEINSCHAFT

Rechtsanwalt
Maik Elster

Rechtsanwältin
Kristin Pietrzyk

Markt 23
07743 Jena

Tel.: 0 36 41 - 62 82 72
Fax: 0 36 41 - 62 82 74

Sprechzeiten
Montag-Donnerstag:
09:00 – 12:00 Uhr und
14:00 – 18:00 Uhr
Freitag:
09:00 – 14:00 Uhr
oder nach Vereinbarung

facebook xing

Ratgeber

Was Sie im Falle einer Kündigung tun sollten.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Ratschläge geben, was Sie für den Fall, dass Sie eine Kündigung erhalten haben, tun bzw. überlegen sollten.

  1. Zunächst einmal sollten Sie möglichst Ruhe bewahren.
  2. Keinesfalls sollten Sie sofort Abwicklungsvereinbarungen oder Einverständnisse unterschreiben. Dies gilt erst recht, wenn Ihr Arbeitgeber hierauf drängt – Sie sollten sich in diesem Fall eine Bedenkzeit erbitten.
  3. Sie melden sich innerhalb von 3 Tagen bei der zuständigen Agentur für Arbeit persönlich arbeitslos.
  4. Anschließend sollten Sie sich so schnell wie möglich fachlichen Rat (Gewerkschaft oder Rechtsanwalt) einholen. Mit diesen sind dann die weiteren Schritte zu besprechen (u.U. Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversichung, Beantragung von Beratungshilfe und/oder Prozesskostenhilfe)
  5. Die Klagefrist für eine Kündigungsschutzklage beträgt 3 Wochen ab Zugang der Kündigung und muss unbedingt eingehalten werden, wenn Sie auf diesem Wege gegen Ihre Kündigung vorgehen möchten.

Sie können sich natürlich auch umgehend an uns wenden. Bitte beachten Sie, dass bei drohendem Fristablauf (3-Wochen-Frist) schnellstmöglich gehandelt werden muss. Gern können Sie unsere Kanzlei bei bestehenden Zweifeln telefonisch kontaktieren, damit wir bei Eilbedürftigkeit zeitnah handeln können.

Wie Sie sich im Falle einer Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung verhalten sollten.

Schweigen ist Gold!

Eine von uns immer wieder beobachtete Reaktion auf eine Vorladung zu einer Beschuldigtenvernehmung ist, zu dem Termin bei der Polizei zu erscheinen. Es wird dort versucht, durch einer Mischung aus Leugnen, Schuldzuweisungen an andere Beteiligte und weitere “Taktiken” die Sache “hinzubiegen”. Leider geht dies zumeist schief.

Ein sich selbst auferlegter Rechtfertigungsdruck

Selbstverständlich ist es nachvollziehbar und menschlich, dass man einen Vorwurf nicht unwidersprochen gegen sich gelten lassen will und sich an dem Sprichwort orientiert “Wer schweigt hat etwas zu verbergen”.

Bei einer Beschuldigtenvernehmung geht es jedoch nicht um bloße Gerüchte, sondern Sie haben es (in der Regel) mit strafrechtlich relevanten Fakten zu tun, die eine staatliche Strafverfolgungsbehörde aufmerksam gemacht haben. Jede Aussage, die Sie bei einer entsprechenden polizeilichen Vernehmung tätigen, steht in der Ermittlungsakte. Auch wenn Sie später Ihre Aussage ändern oder Sie die Aussage widerrufen, bleibt Ihre ursprüngliche Aussage in der Akte und wird Ihnen vorgehalten.

In aller Regel wissen Sie bei einer polizeilichen Beschuldigtenvernehmung nicht, welche Fakten die Polizei bereits gesammelt hat und welche (möglichen) Informationen dort vorliegen (oder eben gerade nicht vorliegen). Es besteht die Gefahr, dass Sie mit Ihrer Aussage etwas offen legen, was die Polizei ansonsten nicht hätte ermitteln können. Schon allein aus diesem Grund ist es in dem meisten Fällen das sinnvollste Vorgehen, über einen Verteidiger Akteneinsicht zu beantragen, bevor überhaupt über eine mögliche Aussage nachgedacht wird.

Ihr grundgesetzlich garantiertes Recht zu Schweigen

Die geschilderte Situation birgt die Gefahr, sich als Beschuldigter durch eine Aussage selbst zu belasten und damit zu schaden. Ihr Recht zu schweigen, ist in dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Art. 2 GG sowie in dem Rechtsstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 3 GG verankert. Es ergibt sich ebenfalls aus § 136 StPO. Schweigt der Beschuldigte, dürfen keine für ihn nachteiligen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Umgang mir der Polizei

Sie sind nicht verpfichtet, zu einer polizeilichen Vernehmung zu erscheinen. Allein aus Höflichkeit sollte der Termin jedoch – entweder durch Sie selbst oder durch den bereits beauftragten Verteidiger – abgesagt werden. Zu einer Vorladung der Staatsanwaltschaft müssen Sie erscheinen. Das Schweigerecht bleibt auch hier bestehen, nur zu den Personalien müssen Sie Angaben machen. Machen Sie jedoch keine Aussage, ohne einen Verteidiger gesprochen zu haben.

Sie haben Fragen? Gern können Sie sich an uns wenden.

Impressum  |  Drucken  |  Kontakt